Möglichkeiten der  Schmerztherapie

 


Voraussetzung für die Schmerztherapie

Rückenschmerzen gehören mittlerweile zu den häufigsten Zivilisationskrankheiten. Mit zunehmendem Alter spielen Abnutzungserscheinungen der Wirbelsäule eine zunehmende Rolle. Bandscheibenvorfälle, Wirbelgleiten oder Unfälle können selbst in jüngeren Lebensjahren bereits zu ausgeprägten Beschwerden führen. Neben Schmerzen können gleichzeitig Lähmungen, Gefühlsstörungen oder Blasen-/Mastdarmlähmungen auftreten

Eine Schmerztherapie sollte immer individuell zusammengestellt werden. Voraussetzung dafür ist die genaue Kenntnis der Krankheitsursache sowie des Krankheitsbildes.

Nach exakter Diagnostik stehen in Abhängigkeit zum bestehenden Krankheitsbild folgende Therapiemöglichkeiten zur Verfügung:


Physikalische Maßnahmen

Physikalische Maßnahmen können vielfach vom Patienten selbst durchgeführt werden. Hierzu gehört in erster Linie die  Wärmeapplikation, die von den meisten Patienten als angenehm empfunden wird. Einfache Maßnahmen, wie warme Kleidung, warme Bäder oder Heizkissen, sind hier oft ausreichend.
Im Akutstadium sollte die Wirbelsäule entlastet werden, insbesondere längeres Sitzen ist oft nachteilig. Später können vorsichtige gymnastische Übungen zur Rückenstärkung  sinnvoll sein, die auch im schmerzfreien Intervall fortgeführt werden sollten.

                
Medikamentöse Therapie

In Abhängigkeit zur Schmerzintensität stehen hochwirksame Medikamente für eine Schmerztherapie zur Verfügung. Eine Kombination mit entspannenden Substanzen ist oft angezeigt.
Medikamente sollten in ausreichender Dosierung eingenommen werden, um den Teufelskreis „Schmerz – weitere Verspannung – Schmerz“ zu durchbrechen.


Magnetfeldtherapie

Durch diese Therapie soll das natürlichere Magnetfeld der Körperzellen wieder aufgebaut und damit der natürliche Gesundungsprozess unterstützt werden.
Die Magnetfeldtherapie eignet sich besonders bei leichteren Rückenbeschwerden oder auch zur Vorbeugung von Rückenleiden.

Bei  starken Schmerzen ist eine Kombination mit der Wirbelsäulenspritze sinnvoll (s.u.).


Neuraltherapie

Durch Setzen eines Reizes sollen die körpereigene Schmerzabwehr und die Heilungsmechanismen des Körpers gestärkt werden. Auch dieses Verfahren eignet sich  für leichtere Beschwerden oder zur Kombination mit anderen Verfahren.


Lichttherapie

Durch die Lichttherapie kann eine Winterdepression gebessert und das allgemeine Befinden gestärkt werden. Diese Maßnahmen zeigen erfahrungsgemäß auch auf Rückenschmerzen eine positive Wirkung und können mit anderen Maßnahmen kombiniert werden.


Wirbelsäulenspritze (periradikuläre Therapie)

Bei starken Rückenschmerzen können Betäubungsmittel direkt in die Nähe des Wirbelkanals bzw. an die kranke Nervenwurzel appliziert werden.
Durch Kombination mit der Magnetfeldtherapie kann die Wirkung intensiviert und der schmerzsenkende Effekt verlängert werden.


Operation

In einigen Fällen ist eine Operation unumgänglich und kann von uns veranlasst werden.

Die Operation ist zwingend und dringlich erforderlich, wenn ein durch Druckwirkung bedingtes Cauda-Syndrom (Blasen-/Mastdarmstörungen, Störungen des Reithosenbereichs) besteht. Bei Lähmungen und lang andauernden schweren Schmerzen kann ein operativer Eingriff sinnvoll sein.

 

Über die einzelnen Therapien informieren weitere Merkblätter. Bitte beachten Sie, dass nicht für  alle Maßnahmen die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.